Schon für die Beantwortung einer einfachen Frage wie „Warum ist der Himmel blau?“ muss ein großes Sprachmodell Milliarden von Rechenoperationen durchführen. Dafür können schon ein paar Wattstunden draufgehen. Da Millionen Menschen künstliche Intelligenz dieser Art nutzen, nimmt der Rechenbedarf gigantisch zu, und der Strombedarf erreicht schnell den Multi-Gigawatt-Bereich. Um diese Anforderung zu bewältigen – und auch andere wie die Berechnungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen –, werden immer mehr Rechenzentren gebaut.
Schwarz Digits in Bad Friedrichshall, die Digitalsparte der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), investiert massiv in Rechenzentren. In Lübbenau/Brandenburg entsteht eine Anlage mit einem Energiebedarf von 200 Megawatt, in Dummerstorf bei Rostock in Mecklenburg-Vorpommern für 5,6 Milliarden Euro sogar ein 240-Megawatt-Rechenzentrum.
Das entspricht dem Bedarf von Städten wie Bonn oder Augsburg. Es soll „im regulären Betrieb“ mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Die in diesem Bundesland installierte Kraftwerksleistung liegt bei gut 11.000 Megawatt. Da fallen die 240 Megawatt des Rechenzentrums kaum auf.
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