Zuerst gehetzt, dann geschwiegen – und am Ende abgeschrieben

vor 10 Monaten

Zuerst gehetzt, dann geschwiegen – und am Ende abgeschrieben
Bildquelle: Tichys Einblick

Es gibt Momente, da möchte man sich als Journalist einfach zurücklehnen und sagen: Wir haben es Euch doch gesagt. Schon im Sommer 2023, als die gesamte deutsche Medienlandschaft im Gleichschritt den Feldzug gegen Till Lindemann führte, hatte Tichys Einblick Fragen gestellt. Fragen, die jeder seriöse Journalist hätte stellen müssen. Fragen nach den Millionen aus der Spendensammlung für angebliche „Opfer“. Fragen nach Transparenz, nach Verantwortlichkeit, nach Geldflüssen. Doch während „die Qualitätsmedien“ sich in Hysterie ergingen, wählte man lieber die Hetzjagd gegen eine Rockband als die Mühe der Recherche.

TE hat damals nachgehakt – und den Finger in die Wunde gelegt. Das Ergebnis? Totenstille. Kein Spiegel, keine Süddeutsche, ARD und ZDF sowieso nicht. Aber auch keine konservativen oder „neuen“ Medien berichteten. Keiner wollte hören, was nicht in die große Erzählung passte. Keiner wollte aus der Reihe tanzen.

Als im Herbst 2023 die Ermittlungen gegen Lindemann eingestellt wurden, begann plötzlich eine merkwürdige Drehung. Dieselben Medien, die monatelang Jagd auf den Sänger gemacht hatten, fingen an zu flüstern: Ja, wo ist eigentlich das Geld? Selbst die Welt und die Berliner Zeitung trauten sich einen vorsichtigen Satz. Doch statt endlich den Skandal ernsthaft zu beleuchten, verschwand das Thema wieder in der Schublade. Man hätte bei Tichys Einblick nachlesen können, wie tief der Kaninchenbau reicht. Aber das hätte bedeutet, TE zu zitieren. Und genau das ist tabu im deutschen Medienbetrieb.

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