Ralf Schumacher und Étienne Bousquet-Cassagne im Interview: „Wir fragen die Leute, die unsere Dokumentation schauen, nicht, was sie wählen. Das ist Demokratie”

vor 2 Monaten

Ralf Schumacher und Étienne Bousquet-Cassagne im Interview: „Wir fragen die Leute, die unsere Dokumentation schauen, nicht, was sie wählen. Das ist Demokratie”
Bildquelle: NiUS

Es könnte die Doku des Jahres werden: Ralf Schumacher (50) und sein Partner Étienne Bousquet-Cassagne (36) heiraten. Fast zwei Jahre nach dem Coming-Out des Ex-Rennfahrers jetzt also die große Hochzeits-Sause in Südfrankreich: „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“ ist ab dem 21. Mai bei Ralfs Arbeitgeber Sky und WOW zu sehen.

Im Interview mit zwei Zeitungen und NIUS schaltet sich das Paar aus Saint-Tropez per Videocall dazu – den ersten Teil durften ausgewählte Medien vorab sehen. Drei Tage lang sollen die Hochzeitsfeierlichkeiten mit knapp 120 Gästen dauern. Da Ralf und Étienne seit Jahren zwischen Südafrika, Monaco, Salzburg und Südfrankreich pendeln, wird die Gästeschar international – genauso wie die Beziehung:

Étienne: „Ich mag die Deutschen, sie singen, sie tanzen, sie feiern. Ich weiß nicht, was typisch deutsch ist. Ich habe keine schlechten Erfahrungen mit Deutschen. Ich muss sagen: Ein Franzose mit einem Deutschen, das funktioniert – seit vier Jahren. Das ist super.“

Schumacher, 1975 in Hürth geboren, nutzte schon als Kind in Kerpen die Kartbahn seines Vaters Rolf Schumacher. Aus seiner Ehe mit Cora Schumacher ging Sohn David hervor. Von 1997 bis 2007 fuhr der jüngere Bruder von Rennsport-Legende Michael Schumacher Formel 1, weitere vier Jahre in der DTM. Seit Herbst 2023 wirbt Schumacher für eine Gebrauchtwagenplattform. Der Kult-Spot wird so häufig ausgestrahlt, dass er zum Internet-Meme wurde. Spätestens jetzt kennt ganz Deutschland Ralf Schumacher. Mit verschiedenen Meinungen zu ihm und seiner Karriere kann der Unternehmer und Sport-Kommentator gut leben:

Ralf Schumacher: „Ich habe nicht jeden Kommentar gelesen, ganz ehrlich: Erst einmal muss man es nicht, zweitens kann ich sagen: Wir haben die Reaktionen als sehr, sehr positiv wahrgenommen. Und wer anderer Meinung ist, auch das gehört zu einer Demokratie. Das muss man eben ertragen. Mich juckt’s nicht, gebe ich ganz ehrlich zu.“

Für ihre vierteilige Hochzeits-Doku werden Ralf und Étienne von mehreren Kamerateams begleitet.

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