Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi ist bereit, Russlands Präsidenten Wladimir Putin anlässlich des G20-Treffens in Miami persönlich zu treffen. Doch Russland lehnt ab. „Das ist unmöglich“, kommentierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow den Vorschlag von Selenskyi am Samstag. Russland wäre lediglich bereit, Selenskyi in Moskau zu treffen. Eine Forderung, auf die Selenskyi wohl kaum eingehen kann.
Selenskyi äußerte sich zu einem möglichen Treffen mit Putin in Miami am Freitag in einem Interview mit der Deutschen Welle, das am selben Tag veröffentlicht wurde. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyi, dem es bei dem Treffen um konkrete Ergebnisse geht. Während Selenskyi noch nach Miami eingeladen werden müsste, ist Putin zwar eingeladen, aber ob er auch wirklich kommt, ist fraglich. Zuletzt nahm Putin 2019 in Präsenz an dem Gipfel teil. Putin und Selenskyi trafen sich erst einmal – im Dezember 2019 in Paris.
Unterdessen scheinen die erneuten Vermittlungsversuche der USA, die Anfang September mit Besuchen von Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew starteten, weiterzugehen. „Wir bereiten uns vor, auf Oktober“, heißt es aus Kiew. Moskau spricht davon, dass die gemeinsamen Gespräche „in absehbarer Zeit“ fortgeführt werden. Bislang ist noch nicht nach außen gedrungen, was die beiden US-Gesandten mit Kiew und Moskau besprochen haben.
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