Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner zweifelt angesichts ihres öffentlichen Ansehens daran, ob ihr genügend Charisma zugeschrieben wird. Sich selbst sieht sie als fleißig und als jemanden, der anpackt, „wenn ich sehe, dass etwas getan werden muss“. Die Politik sei diesbezüglich schon immer unfair gewesen. „Wer im Hintergrund dafür sorgt, dass etwas funktioniert, bekommt selten Applaus dafür“, meint Brantner in einem Gespräch mit dem Stern.
Das sei jedoch nicht als Kritik an ihrem Amtskollegen Felix Banaszak zu verstehen, sondern vielmehr als Kritik an ihr selbst – daran, „was ich besser machen kann“. Das sei laut Brantner hauptsächlich der Wille, loszulassen. Es wäre falsch, mit Blick auf die Parteiarbeit alles allein machen zu wollen. „Ich kämpfe jeden Tag dafür, dass der Staat den Bürgerinnen und Bürgern mehr zutraut, Regelkorsetts lockert, Menschen die Freiheit gibt, ihr Leben zu gestalten.“
Privates teile die Grünen-Politikerin wenig. Doch auch das würde nicht davor schützen, „dass viel Falsches über mich kursiert“, betont Brantner. „Leute denken offenbar Dinge über mich, die nichts damit zu tun haben, wie ich wirklich bin.“ Über sich meint Brantner nämlich: „Wenn ich verhandle, bin ich präzise, strategisch, bleibe hart – damit bin ich erfolgreich. Was die meisten nicht mitbekommen, ist mein Humor, meine lustige Seite“.
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