Die Radwege von Peru – sie sind ein Symbol geworden für deutsches Steuergeld, das für Klimaschutz in der ganzen Welt investiert wird. NIUS ist dem Weg des Geldes gefolgt – von Deutschland nach Südamerika. Dort fließt das deutsche Steuergeld, ausgezahlt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), in absurde Radweg-Projekte, die man mit eigenen Augen gesehen haben muss.
Mit 20 Millionen Euro subventioniert die Bundesregierung etwa die peruanische Hauptstadt Lima beim Bau von 114 Kilometern Radweg. Andere Städte des Landes wurden sogar mit 24 Millionen Euro Zuschuss bedacht. Hinzu kommen üppige Kredite, die bei Zahlungsausfall vom deutschen Steuerzahler abgesichert sind.
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NIUS recherchierte vor Ort, sprach mit Verantwortlichen, wollte auch von deutschen Ansprechpartnern vor Ort wissen: Ist deutsches Steuergeld 11.000 Kilometer entfernt gut investiert? Und was denken die Peruaner über den deutschen Radweg-Segen? In Lima mit seinen etwa 10,5 Millionen Einwohnern hat NIUS die Antworten gefunden. Und deutsch-kofinanzierte Radwege identifiziert, über die sich sogar schon die Peruaner lustig machen. So wurde etwa im südlichen Stadtviertel Villa El Salvador, wo viele Häuser illegal gebaut sind und keine Fenster haben, kräftig in den Ausbau von Radwegen investiert.
Mit einer Plakatkampagne macht sich sogar eine örtliche Versicherung über die Radwege lustig. Der Spruch: „Noch absurder als dieser Radweg ist, wenn man nicht versichert ist.“
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