Eine neue Untersuchung zeigt: In den Sozialwissenschaften herrscht eine massive Einseitigkeit. Von den politisch relevanten Forschungsarbeiten der letzten 64 Jahre stuft eine neue Studie neunzig Prozent als links ein. Nur fünf Prozent gelten als rechts.
James Manzi, Doktorand der Soziologie an der University of Oxford, hat knapp 600.000 englischsprachige Abstracts aus den Sozialwissenschaften analysiert. Die Aufsätze stammen aus den Jahren 1960 bis 2024. Seine Ergebnisse hat Manzi in der Fachzeitschrift „Theory and Society“ veröffentlicht. Darüber berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
Für seine Untersuchung setzte Manzi ein Large-Language-Model, also ein KI-Sprachmodell, ein und trainierte es mit Texten von amerikanischen Politikern, Medien und Thinktanks. Die Inhalte ordnete er dann jeweils auf einer Ideologie-Skala von 0 bis 10 ein, die zwischen konservativen und progressiven Positionen differenzieren soll. Während er den Wert 3 beispielsweise mit konservativen Quellen wie Ron DeSantis, der National Review oder der Heritage Foundation verband, hinterlegte er den Wert 7 für progressive Quellen wie Elizabeth Warren, die New York Times und das Center for American Progress. Danach bewertete die KI die Abstracts der Wissenschaftler entlang dieser definierten Skala.
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