Die starke Zuwanderung nach Deutschland hat die gesellschaftlichen Verhältnisse nachhaltig verändert, das gilt auch für das Bildungssystem. An den Schulen hat der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund deutlich zugenommen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. 2019 hatten 26 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, fünf Jahre später waren es bereits drei Prozent mehr. Dies zeigen neue Daten, die das Statistische Bundesamt zum Tag der Bildung veröffentlicht hat.
Nach der Definition der Statistiker hat eine Person eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile nach 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Rechnet man die Schüler dazu, bei denen nur ein Elternteil nach Deutschland eingewandert ist, steigt der Anteil mit Migrationshintergrund um 12 Prozentpunkte auf 41 Prozent. Entsprechend hatten 59 Prozent der Schüler in Deutschland 2024 keinen Migrationshintergrund. Unter den Lehrkräften waren es 84 Prozent.
Entscheidend für die Integrationschancen der Schüler mit Migrationshintergrund ist der erfolgreiche Abschluss der Schule. In den vergangenen Jahren zeigte sich hier jedoch eine deutliche Verschlechterung. 2023 (neuere Zahlen liegen nicht vor) verließen 14,4 Prozent der nichtdeutschen Schüler die Schule ohne einen Abschluss. Das waren doppelt so viele wie 2015, als die Masseneinwanderung nach Deutschland begann. Zum Vergleich: Von den Schülern mit deutschem Pass verließen 2023 nur 3,1 Prozent eine allgemeinbildende Schule ohne Abschluss.
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