Die Talfahrt der Wirtschaft trifft besonders den Mittelstand, der nicht über die politischen und finanziellen Möglichkeiten der Großindustrie verfügt. Die meist Familienfirmen setzen auf Perspektive und langfristig erfolgreiches Geschäft, auch zu Gunsten ihrer Beschäftigten, ihrer Kunden und des Steuerstaates. Die Politik mehrerer Bundesregierungen führte dazu, dass aus ihrem Leben ein Überleben geworden ist. Daraus erwächst Widerstand.
Druck erzeugt Gegendruck. Im Jahr 2022, zu Hochzeiten der Corona-Krise, schlossen sich Unternehmer im Großraum Cottbus zur Mittelstandsinitiative Brandenburg (MIB) zusammen, um sich gegen überzogene, Freiheit einschränkende, inkompetente und geschäftsschädigende staatliche Maßnahmen zu verbünden. Sie fühlten sich weder von Kammern und Verbänden, erst recht nicht mehr von regierenden Parteien vertreten. Corona ist vorbei, eine echte Aufarbeitung bleibt aus, obwohl die Files das ganze Ausmaß an Fehlentscheidungen, parteitaktischem Verhalten und Selbstbereicherung im politischen Raum offenlegen. Von Vertrauen in die Politik der verschiedenen Ebenen kann keine Rede mehr sein.
Das Ziel der Mittelstandsinitiative ist, Parteien aus der Breite der Wirtschaft und Bevölkerung heraus unter Druck zu setzen, auf der Basis des Grundgesetzes und ohne Brandmauern. Das führt in den regierungsbegleitenden Medien, in Parteien und der so genannten „Zivilgesellschaft“, also den staatlich finanzierten Vorfeldorganisationen einiger Parteien, zum Vorwurf der Kontaktschuld mit Rechtsaußen. Damit sind alle gemeint, die eine rotgrüne Politik in Frage stellen. Dabei ist es gerade der Mittelstand, der für Zusammenhalt und Stabilität sorgt.
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