Die kürzlich veröffentlichte „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass gerade einmal gut drei Prozent der Befragten ein „rechtsextremes Weltbild“ teilen. Deshalb stempelt sie legitime Meinungen diesseits der inkriminierten Einstellungen als potenziell demokratiegefährdend ab.
Wie viele Menschen in Deutschland haben ein rechtsextremes Weltbild? Beziehungsweise das, was Linke dafür halten? Mit der Mitte-Studie untersucht das die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) alle zwei Jahre. In den letzten zehn, elf Jahren zeigten die Studien, dass zwischen 1,7 und 3,3 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen (davon aktuell 30 Prozent mit Migrationshintergrund) rechtsextreme Einstellungen haben.
Mit einem bemerkenswerten Ausreißer in den Jahren 2022/23, als man festgestellt haben wollte, dass ungewöhnliche 8,3 Prozent rechtsaußen stehen. Beate Küpper, Mitherausgeberin der Studie, erklärt das mit der Wut und Enttäuschung, die viele Menschen gegen Ende der Corona-Zeit angesichts der sich überlagernden Krisen (Inflation, Ukraine-Krieg usw.) verspürten.
Rechtsextremismus bleibt ein Randphänomen.
Die aktuelle Studie, die eben veröffentlicht wurde, heißt: „Die angespannte Mitte – rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25“. Die angeblichen 8,3 Prozent der letzten Befragung sind auf 3,3 Prozent geschrumpft, und das trotz der Behauptung vom „Rechtsruck“. Um das Narrativ von der Demokratiegefährdung von rechts aufrechtzuerhalten, muss also der „Graubereich“ im Mittelpunkt stehen: Menschen, die nicht radikal sind, sondern konservative Einstellungen haben.
Auffällig ist, dass in der Mitte-Studie vom Linksextremismus keine Rede ist, obwohl auch dieser sich gewalttätig präsentiert. Es ist ja auch ausdrücklich von „rechtsextremen und demokratiegefährdenden Einstellungen“ die Rede. In den FAQs erfährt man denn auch, dass der Populismus „in Deutschland sehr eng mit einer Ungleichwertigkeitsideologie verknüpft ist, also überwiegend ein Rechtspopulismus ist“. Außerdem glauben die Autoren, „dass diese Herausforderung die größere für Deutschland ist“.
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