Bei Miosga der dauernde Nazi-Vergleich

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Bei Miosga der dauernde Nazi-Vergleich
Bildquelle: Tichys Einblick

Gleich zu Beginn der Sendung darf Prien völlig enthemmt ihr Nazi-Trauma ausbreiten. Dabei zieht sie geradezu ungeheuerliche Vergleiche. Die eigentliche Katastrophe des AfD-Siegs in Sachsen-Anhalt liegt für sie in den Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Wahlergebnis habe in ihr „Fassungslosigkeit und Wut“ ausgelöst. Die Bundesfamilienministerin mit jüdischen Wurzeln – ihre Familie war vor den Nazis in die Niederlande geflohen – ist „froh, dass meine Mutter das nicht erleben musste“. Einige AfD-Vertreter seien „klar der Neonazi-Szene zuzuordnen“. „Meine Mutter hätte Angst heute, wenn sie noch leben würde.“ Die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistisch und die Präsenz von Neonazis – das sei der eigentliche Skandal, nicht etwa das schlechte Abschneiden der Altparteien oder gar das Reformversagen der Bundesregierung.

Auch die beiden anderen Gäste haben die Wahl in Sachsen-Anhalt noch nicht verdaut. Nikolaus Blome (RTL) ist „komplett ratlos“, und Anke Rehlinger (SPD-Ministerpräsidentin im Saarland), zeigt sich „erschüttert“. Sie fragt: „Haben wir denn wirklich hingehört, was die tatsächlichen Probleme der Bürger sind?“

Der Kanzler der zweiten Wahl und seine missglückten Auftritte sind nur kurz Thema. Merz hänge der Regierung „um den Hals wie ein Stück Blei“, sagt Blome, aber Prien mag keine Auswechslung. Zwar sei „der Eindruck entstanden, der Bundeskanzler und andere hätten nicht genug Empathie“, doch „man tauscht nicht mal eben einen Kanzler aus. Deshalb täten wir gut daran, jetzt mal alle ein bisschen runterzukommen“. Rehlinger warnt: „Wir können nicht sagen, es kann nicht so weitergehen, und gleichzeitig geht es aber genauso weiter.“

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