„Die schlechteste Met Gala aller Zeiten“, „Die Nacht, in der die Mode ihre Seele verkaufte“, „geschmacklos und plump“ – so ätzen britische und amerikanische Medien über die legendäre Gala im Metropolitan Museum of Art in New York. Es sei eine dystopische Parade von Z-Promis und Milliardären gewesen.
Dabei war die Gala der früheren US-Vogue-Chefin Anna Wintour jahrelang das Hochamt der Haute Couture: Was 1948 als Benefizabend für das Kostüminstitut mit 50-Dollar-Tickets startete, ist heute ein globales Mega-Ereignis, das live quer über den Planeten gestreamt wird. Zu verdanken ist das vor allem Anna Wintour, die mit ihrem Netzwerk und ihrem Stilgefühl seit 1995 dafür sorgt, dass die Liebe zur Mode im Mittelpunkt steht. Kein internationaler Promi mit Sinn für Mode konnte es sich leisten, NICHT in einer spektakulären Robe auf den berühmten Stufen fotografiert zu werden. Niemand wäre auf die Idee gekommen, eine Einladung dieses Schwergewichts auszuschlagen.
Kim Kardashian trug ein Kleid im 60er-Jahre-Stil.
Doch dann kam das ganz große Geld: mit Amazon-Chef Jeff Bezos und seiner Frau Lauren Sánchez, die sich mit 10 Millionen Dollar als Co-Ehrenvorsitzende und Sponsoren eingekauft haben. Ein Milliardär, der mittlerweile als Trump-Unterstützer gilt, dessen Unternehmen immer wieder wegen mieser Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen gerät, ist jetzt plötzlich Mode-Mäzen? Seine zweite Ehefrau, die offenbar danach strebt, eine neue Marie-Antoinette zu werden, die dekadente Luxus-Königin – das war vielen Fans und Stars zu viel. Erst sagte Zendaya ab, dann Meryl Streep und Billie Eilish. Und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ließ ausrichten, New York solle bezahlbar bleiben, was es ja ohnehin nicht mehr ist.
Fechterin? KI-Kriegerin? Imkerin? Auf jeden Fall Katy Perry.
Übrig blieben noch genügend andere: Der Kardashian-Jenner-Clan, Sabrina Carpenter, Blake Lively (die Stunden vorher ihren Rechtsstreit mit Co-Star Justin Baldoni beigelegt hatte), Zoë Kravitz, Hailey Bieber, Beyoncé, Rihanna, Gigi Hadid (deren Schwester Bella aus Protest fernblieb), Heidi Klum, Katy Perry, Madonna. Soweit die großen Stars.
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