Erschreckende Zahlen aus Großbritannien: In fünf Jahren sind 145 Jugendliche erstochen worden. Das Durchschnittsalter der Opfer: 14,4 Jahre. In einer neuen Studie der Universität Bristol analysierten Wissenschaftler Zahlen aus der Nationalen Datenbank für Kindersterblichkeit zusammen mit Angaben von Krankenhäusern, Sozialfürsorge und Polizei. Die Statistik beziffert die Opferzahlen zwischen den Jahren 2019 und 2024.
Es ist das erste Mal, dass solche Daten für unter 18-Jährige im Vereinigten Königreich ermittelt wurden. Die englische Rechtsprechung gestattet keine Angaben über Herkunft oder Klarnamen von nichterwachsenen Tätern. Dennoch haben die Wissenschaftler einige wichtige Erkenntnisse gewonnen:
Die 145 Opfer sind durch Messerstichverletzungen ums Leben gekommen. Statistisch gesehen sind das zwei tote Schulkinder im Monat. Die Zahl stieg von 21 Todesfällen (2019/2020) auf 36 Todesfälle (2023/2024). 90 Prozent der Getöteten waren männlich. Die meisten Todesfälle geschahen durch eine einzige Stichwunde (69 Prozent der detailliert untersuchten Fälle). Starke soziale Ungleichheiten: Kinder aus den ärmsten Gegenden haben ein etwa 7- bis 8-mal höheres Risiko, Opfer von Messerangriffen zu werden, schwarze Kinder sogar ein 13-mal höheres Risiko als weiße Kinder.
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