Der Luftverkehr sei „seit 100 Jahren eine Wachstumsbranche“, sagte Kanzler Merz gestern beim Festakt 100 Jahre Lufthansa am Mittwoch. Prognosen gingen davon aus, der Luftverkehr werde sich weltweit bis 2050 erneut verdoppeln: „Darauf müssen wir uns einstellen und dafür müssen wir Bedingungen schaffen, um an diesem Wachstum teilzunehmen.“
Warum Merz und Co. das nicht werden, sagte er ungewollt gleich dazu. Man brauche „nachhaltige, klimaschonende Technologien“, Reformen und niedrigere Kosten. Der Luftfahrtsektor gelte als schwer zu dekarbonisieren. Ein Teil der Klimawirkung der Luftfahrt könne bereits durch eine Änderung der Flugrouten reduziert werden. Darüber hinaus brauche es laut Weltklimarat (IPCC) einen Umstieg auf Biokraftstoffe, synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff- sowie Elektroantriebe. – Herr Merz, an dieser deutschen Klima-Luftfahrt fliegen sämtliche anderen in der Welt völlig unbeeindruckt vorbei. Sie setzen also die Deindustrilaisierung auch im Luftverkehr fort. Das gibt kein happy landing.
Die Stimmung deutscher Unternehmen ist noch schlechter als vor einem Jahr. Geht aus einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im März unter 964 Unternehmen hervor (Handelsblatt). 43 Prozent berichten von einer schlechteren Lage als vor einem Jahr, nur 14 Prozent von einer besseren. Sowohl in Industrie, Dienstleistungssektor und Bauwirtschaft werde die aktuelle Lage „unterm Strich negativ bewertet“. 35 Prozent der Firmen erwarten für 2026 einen Rückgang der Produktion, nur 21 Prozent rechnen mit einem Anstieg. 42 Prozent der Firmen wollen nicht mehr investieren, höhere Investitionen planen 19 &: „Damit ist die deutsche Wirtschaft in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit 20 Jahren – zumindest seit der Ausweisung gesamtdeutscher Ergebnisse ab dem Jahr 2005.“ Der schlechten Wirtschaftslage wird weiterer Arbeitsplatzabbau folgen, vor allem in der Industrie. „Der Rückgang in der Industrie wird sich fortsetzen“, heißt es in der Analyse. 37 Prozent der Industriefirmen planen weniger Personal, nur 14 Prozent mehr. – Dieser Blick nach vorn ergänzt den zurück negativ.
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