Keinerlei Trümpfe mehr in der Hand: Friedrich Merz muss jetzt die Seele der SPD streicheln

vor mehr als 1 Jahr

Keinerlei Trümpfe mehr in der Hand: Friedrich Merz muss jetzt die Seele der SPD streicheln
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Sehr lange hat die Courage von Julia Klöckner nicht gehalten. Auf die Ankündigung der designierten Parlamentspräsidentin, sich als Präsidentin des ganzen hohen Hauses zu verstehen und sich daher auch allen Fraktionen vorstellen zu wollen, folgte ein kurzer schriftlicher Hinweis der Grünen, dass eine Vorstellung bei der größten Oppositionspartei natürlich nicht akzeptabel sei. Frau Klöckner fügte sich umgehend und geht nun nicht zur AfD.

Die Grünen haben offenbar zwar ein Drittel ihrer Wähler verloren, aber keineswegs an Selbstbewusstsein eingebüßt. Die Union hingegen hat einige Wähler gewonnen, aber an Rückgrat leider nicht zugelegt.

Während sich der Bundestag in diesen Tagen konstituiert, wollen Union und SPD die offenen Punkte aus den Arbeitsgruppen für den Koalitionsvertrag besprechen und dann zeitnah einen Koalitionsvertrag vorlegen. Rhetorisch wird seit einigen Tagen vorbereitet, dass man schon zufrieden sein könne, wenn die heftigsten sozialdemokratischen Forderungen abgewehrt werden könnten. Die SPD droht derweil mit dem ausstehenden Mitgliederentscheid, der nur zu gewinnen sei, wenn die vom Wähler abgestrafte sozialdemokratische Seele im Koalitionsvertrag hinlänglich gestreichelt werde. Die Republik erlebt verwundert, was man aus einer Wahlniederlage alles machen kann – aus einem Wahlsieg übrigens auch.

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