Angela Merkel sucht Friedrich Merz auf dem Parteitag heim

vor 5 Monaten

Angela Merkel sucht Friedrich Merz auf dem Parteitag heim
Bildquelle: Tichys Einblick

Das Verhältnis von Jürgen Klopp zum SWR-Journalisten Stephan Mai ist legendär. Der damalige Trainer von Borussia Dortmund warf Mai vor, ein „Seuchenvogel“ zu sein. Das meinte Klopp durchaus ernst. Er verweigerte ihm ein Interview. Klopp warf Mai vor, dass er immer verliere, wenn der zu seinen Spielen komme und dass die ARD ihn absichtlich zu einem Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern geschickt habe, um diese Pechserie zu inszenieren.

Themenwechsel. Angela Merkel besucht am übernächsten Wochenende den Bundesparteitag der CDU in Stuttgart. Es ist der erste Besuch seit 2019. Am Ende ihrer Amtszeit fanden die Parteitage als Folge von Merkels Corona-Politik nur digital statt. Danach schlug sie die Einladungen ihrer Partei aus. Unter ihrem Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hielt sich die Kanzlerin a.D. mit Kommentaren zur Tagesaktualität zurück, seit aber Friedrich Merz (CDU) auf ihrem einstigen Stuhl sitzt, ist Merkel so etwas wie ein weiblicher Ruprecht Polenz geworden.

Für Merz ist ihr Besuch kein gutes Zeichen. Merkel ist der „Seuchenvogel“ seiner Karriere. Nach der Ära Helmut Kohl gewann sie den Machtkampf gegen ihn turmhoch und zwang Merz für zwei Jahrzehnte auf die Ersatzbank, von der aus er Stellen annehmen musste wie den des Brexit-Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen. Als der Bundestag den Ersatzspieler dann letztes Jahr am 6. Mai zum neuen Kapitän wählen sollte, war sie da – als er im ersten Wahlgang scheiterte. Erst nachdem sein persönlicher „Seuchenvogel“ den Reichstag verlassen hatte, war der Weg für den damals 69-Jährigen frei. Die Einladung zu seinem 70. Geburtstag schlug sie ebenfalls aus.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel