Wie schlimm war eigentlich Oliver Kalkofes erster Schultag? Die verstolperte Wahl des neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz vergleicht der ehemalige Kabarettist mit der eigenen Einschulung. Und das muss wirklich ein traumatisches Erlebnis gewesen sein: „Man denkt, man kriegt ’ne Schultüte. Alle freuen sich, dass man kommt. Aber die Familie haut einem selber noch einen in den Nacken und einen Tritt ins Kreuz, und es gibt nur ’ne Tüte Sand.“
Sand ist auch im Getriebe dieser Sendung. Da sitzen zwei Männer von CDU und der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“, und man hört förmlich, wie es knirscht. Aber trotzdem versuchen alle, irgendwie gute Miene zum abgekarteten Spiel zu machen. Denn dass Merz überhaupt nur wegen der tatkräftigen Wahlunterstützung des extrem linken Lagers in sein Amt gekommen ist, lässt sich nun einmal nicht wegdiskutieren.
„Ab jetzt fangen wir an, mal ’n büschen mehr Nummern auszutauschen, weil die brauchen uns ja“, frohlockt Jan van Aken. Der Linken-Chefpöbler („Jetzt halten Sie doch mal Ihren rechten Rand!“) gibt sich nach der Kanzlerwahl von linken Gnaden demonstrativ gelassen. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU gegenüber seiner Partei sei ihm völlig egal. „Sie haben sich die Hände gefesselt. Jetzt lagen sie letzten Dienstag auf dem Rücken mit gefesselten Händen.“ Außerdem: Er selbst habe ja schon seit Jahren einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der CDU, aber rein persönlich.
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