Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat innerhalb der grünen Partei einen Richtungsstreit ausgelöst. Nun hat der Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour den Kurs des Bundesverbandes der Grünen Jugend kritisiert. Teile der Organisation würden „vor allem mit lauten Parolen“ auffallen, sagte er dem Spiegel.
Wer sich „der Mitte der Gesellschaft verweigert“, wolle „in die Nische“ – dort löse man „kein einziges Problem“. Zugleich lobte Nouripour die grünen Landesverbände in Hessen und Baden-Württemberg, die in Koalitionen mit der CDU regiert haben, für ihren Wahlkampf, der sich mit „realen Problemen“ beschäftigt hätte.
Nouripours Kritik richtet sich auch gegen Forderungen, die die Grüne Jugend unmittelbar nach dem Wahlsieg des wahrscheinlich künftigen Ministerpräsidenten Cem Özdemir erhoben hatte. Die Jugendorganisation stellte noch am Wahlabend Bedingungen für mögliche Koalitionsverhandlungen. Gefordert werden unter anderem eine Vermögensteuer, ein Mietendeckel und ein AfD-Verbotsverfahren im Bundesrat.
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