Von der Leyens Atom-Wende: Der deutsche Ausstieg als strategischer Fehler

vor 5 Monaten

Von der Leyens Atom-Wende: Der deutsche Ausstieg als strategischer Fehler
Bildquelle: Tichys Einblick

Unfassbar, was Kommissionspräsidentin von der Leyen während der Eröffnungsplenarsitzung des IAEO-Kernenergiegipfels in Paris zum Besten gab. „Wir verfügen über eine halbe Million hochqualifizierte Arbeitskräfte im Nuklearbereich – weit mehr als die USA und China“, sprach sie. „Wir sind führend in der globalen Innovation bei modularen Reaktoren. Und jetzt haben wir den Ehrgeiz, uns schnell und in großem Maßstab zu bewegen. Europa soll ein globales Zentrum der Kernenergie der nächsten Generation werden.“ Deutlicher geht es nicht.

Damit wird eine Dynamik weitergetrieben, die beim ersten IAEO-Kernenergiegipfel im März 2024 in Brüssel von Deutschland weitgehend unbemerkt angestoßen wurde. Das war eine kleine „historische“ Premiere, auf der Ursula von der Leyen schon einmal eine kleine Kehrtwende vollzog.

Offenbar wurde jetzt der Druck der Mitgliedsstaaten zu groß, um die sehr angeschlagene Ursula von der Leyen zu solchen Sätzen zu bewegen. Die sind nämlich keineswegs so auf „Atomkraft – Nein, Danke!“ gepolt wie das vergrünte Deutschland, sondern recht angefressen über das deutsche Energieabenteuer. In Frankreich etwa ist der französische Strompreis aufgrund der Merrit Order höher als er sein müßte. Das sorgt nicht für Freundschaft.

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