Ausgerechnet während der WM im Sommer könnte SPD-Chef Lars Klingbeil den Bruch der Koalition provozieren. Das politische Kalkül dahinter: Neuwahlen würden in diesem Fall direkt nach den wichtigen Landtagswahlen im September stattfinden. Bei NIUS Live am Montagmorgen enthüllte Chefredakteur Julian Reichelt den geheimen WM-Plan Klingbeils.
Entlastungsprämie gescheitert, Tankrabatt gescheitert: Hinter den Kulissen spricht die SPD in Berlin längst darüber, wie lange die Koalition noch hält. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt skizzierte die Arithmetik des geheimen WM-Plans des Finanzministers für den Regierungsbruch am Flipchart: „Neuwahlen finden normalerweise ungefähr drei Monate nach dem Zusammenbruch einer Regierung statt. Heute haben wir den 11. Mai, rechnen wir kurz nach: drei Monate später, das wäre der 11. August. Warum hat sich Lars Klingbeil für den Bruch seiner Regierung gerade die WM ausgesucht? Ganz einfach: Wenn die Regierung in diesem Zeitraum zusammenbricht, dann kämen wir inklusive der kleinen Verzögerungen, die es immer gibt, auf Neuwahlen Ende September, Anfang November.“ Genau das, so Reichelt, wolle Klingbeil erreichen.
Der Grund ist simpel: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden zwei gewaltige AfD-Siege erwartet. „Das ist genau das, was Lars Kingbeil braucht, um das Milieu in den größten Lager-Wahlkampf aller Zeiten auf die Straße zu holen.“ Es wäre, so Reichelt, „der brutalste und auch gewalttätigste Wahlkampf, den wir in der deutschen Geschichte jemals erlebt haben: das linke Lager gegen den Faschismus.“
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