Bei Lanz rechnet Ex-Bundesminister Wissing mit der FDP für den Ampel-Bruch ab

vor 4 Monaten

Bei Lanz rechnet Ex-Bundesminister Wissing mit der FDP für den Ampel-Bruch ab
Bildquelle: Tichys Einblick

Die FDP ist heute kein Zünglein an der Waage mehr. Vielmehr befindet sich die Partei von Genscher und Westerwelle in einem Todeskampf. In der Mehrzahl der Landesparlamente ist sie nicht vertreten und im Bundestag sitzt sie auch nicht mehr. Die Partei irrt nach ihrem Ausscheiden aus der Ampelkoalition ziellos durch die politische Landschaft und muss eine Niederlage nach der anderen einstecken.

Nach wie vor hat die FDP ihren inneren Kompass nicht wiederentdeckt. Für Partei-Aussteiger Volker Wissing sollte die Zukunft der FDP aussehen wie ihre Vergangenheit. Geht es nach Wissing, muss die FDP wieder zur Pöstchen-Partei werden, die ihre Inhalte für Ämter opfert. Bei Lanz geht er mit seiner Partei und den ehemaligen Spitzenfunktionären hart ins Gericht. Zwar ist er freundlich im Ton, aber in der Sache tritt er gegen seine ehemaligen Parteifreunde nach. Der Talk an diesem späten Donnerstag ist sehr informativ.

Wissings Auftritt offenbart, wieso die Partei in so schlechtem Zustand ist. Noch heute gibt es in der Partei welche, die Wissings Haltung vertreten. FDP-Politiker wie der ehemalige Bundesminister sehen in erster Linie das Regieren als Ziel ihrer politischen Arbeit und nicht die inhaltliche Profilierung. Ein Schwachpunkt der Sendung ist der Moderator. Lanz konfrontiert Wissing kaum mit Kritik aus der FDP. Wissing kann sich ohne kritische Nachfrage als verantwortungsvoller Staatsmann inszenieren und ins rechte Licht rücken, obwohl er in der FDP bei vielen als Verräter gilt.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel