Bei Peter Tauber dürfte heute vermutlich schon wieder das Telefon klingeln. Vermutlich schon wieder Jens Spahn, vermutlich schon wieder Vorwürfe. Warum Tauber bei Lanz schon wieder so einen Quatsch erzählt, warum er dauernd die CDU von innen zerstört.
Was hat Tauber getan? Hat er Spahns milliardenschwere Maskendeals thematisiert? Hat er Aufklärung gefordert über die Vier-Millionen-Villa, die Spahn mit einer angeblichen Erbschaft bezahlt haben will, was sich als Erfindung herausstellte? Nein, nichts von alledem. Tauber hat lediglich schon wieder an der Brandmauer geschabt. Und das nicht einmal besonders schlau, nicht besonders engagiert. Und schon gar nicht besonders überzeugend. Tauber tat es so verworren, wie Spahn im April noch höchstselbst, bevor er dann plötzlich wieder die Brandmaurerkelle herausholte.
Tauber taumelt durch den Dschungel der eigenen, wilden Argumentationsvegetation, er verheddert sich in Floskel-Lianen und verstrickt sich in Widersprüche. Egal, ob es um Migration geht oder um Wehrpflicht, Tauber stolpert umher und kann nicht schlüssig erklären, was er eigentlich will. In einem „Stern“-Interview kürzlich hatte er noch einen „neuen Umgang“ mit der AfD gefordert. Lanz zitiert, wie Spahn ihn daraufhin öffentlich abkanzelte: „Für die CDU Deutschlands ist es völlig irrelevant, was Peter Tauber sagt.“ Daraus hat Tauber offenbar etwas gelernt: Er wiederholt sich, aber diesmal nebulöser, diffuser, abstruser.
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