Blackbox KW 15 – Narren und Nulpen

vor 3 Monaten

Blackbox KW 15 – Narren und Nulpen
Bildquelle: Tichys Einblick

Friedrich Merzens Versprechungen aller Art verglühen inzwischen schneller als Olaf Scholz vergessen konnte, was er überhaupt versprochen hatte. Wo aber Drohnen und Raketen fliegen, da sieht der Außenkanzler seine Chance. So kündigte er an, ab sofort höchstpersönlich „direkte Gespräche mit Teheran“ zu führen. Das hat auf der internationalen Bedeutungsskala in etwa den Wert der Forderungen von Schah-Sohn Pahlavi, der „auf einen politischen Umbruch im Iran pocht“.

♦ Immer noch sind angeblich 20 Prozent der Deutschen „mit der Arbeit von Bundeskanzler Merz zufrieden“ – das müssen recht schlichte Gesellen sein. Die glauben tatsächlich, Merz könne sich vorstellen 80% der Syrer in Deutschland in ihre Heimat zurückzuschicken, wenn die Winde gehen und die Sterne richtig stehen. Zwar meldet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge passenderweise, dass im vergangenen Jahr – seit der Machtergreifung unseres neuen Freundes, des Halsabschneiders Ahmed – nur noch 5,3 Prozent der syrischen Immigranten als Flüchtlinge anerkannt wurden. Bleiben dürfen sie aber trotzdem.

♦ Die SPD überlegt, sich auf der verzweifelten Suche nach Wähler-Stimmen in „Schwarzfahrer Partei Deutschlands“ umzubenennen. Verständlich, haben sie doch ansonsten stets Pech bei der Öffentlichkeitsarbeit. In Berlin flog auf, dass eine für eine Spitzenposition nominierte Genossin seit 2 Jahren bei weiterlaufenden Bezügen um die 7.000 Euro krankfeierte – für den Wahlkampf aber wundersam genesen war. Dann träumt SPD-Justizministerin Hubig laut von einem Gesetz gegen „massive verbale Entgleisungen mit ganz starker sexueller Konnotation, wo es auch darum geht, zu zeigen, ich bin stärker als du, und ich kann dich unterwerfen“. Um es Parteigenossen in leichter Sprache zu erklären: Wer sagt, „Bärbel Bas ist eine scharfe Maus“ muss sich künftig vor Gericht verantworten.

♦ Selbst die gutmütigsten Koalitionspartner sorgen sich inzwischen um den Zustand der Klingbeils. Die seien, so CDU-Wirtschaftsministerin Katherine Reiche, „in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind“. Regierungschef Merz bat daraufhin um augenblickliche Ruhe im Krankenzimmer. Jede Aufregung könne dem sensiblen Lars nur schaden.

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