Warum Künstliche Intelligenz: Dumm und gefährlich zugleich

vor 6 Monaten

Warum Künstliche Intelligenz: Dumm und gefährlich zugleich
Bildquelle: Tichys Einblick

Wir werden gerade zu Zeugen, wie die Menschheit eine Art Rauschzustand durchlebt, weil die Künstliche Intelligenz ihr den endgültigen Triumph der Vernunft zu verheißen scheint. Was ein einzelner Mensch niemals wissen kann, weil sein Gedächtnis begrenzt ist und seine Denkvorgänge mehr oder weniger viel Zeit erfordern, das steht der Künstlichen Intelligenz in gewaltigen Speichern als gesamtes Menschheitswissen zur augenblicklichen Verfügung, und zwar in Lichtgeschwindigkeit. Im Prinzip verfügt heute jeder einzelne Mensch mit Hilfe der KI über alles Wissen von sämtlichen Menschen aus Gegenwart und Vergangenheit – vorausgesetzt, dass dieses Wissen in Datenspeichern abgelegt worden ist.

Die sofortige Verfügbarkeit von theoretisch unbegrenztem Wissen ist einerseits eine Revolution – eine technisch äußerst anspruchsvolle dazu, da seine Speicherung immer größere Rechenzentren und immer schnellere Übertragungstechnologien erfordert. Überall auf der Welt bemühen sich Forscher fieberhaft um immer größere Fortschritte in Bezug auf Geschwindigkeit und Volumen. Viele von ihnen tun dies in der nicht selten sogar ausgesprochenen Hoffnung, dass gottgleiche Allwissenheit irgendwann das notwendige Ergebnis ihrer Forschungen sein werde.

Andere, wie der doch manchmal sehr scharfsinnige Yuval Noah Harari, beschwören die apokalyptische Vision, dass die Künstliche Intelligenz uns Menschen dereinst versklaven, wenn nicht vernichten werde. Beide Lager – die blauäugigen Propheten einer paradiesischen Zukunft wie die Beschwörer eines menschenfeindlichen Leviathans – sind auf eigene Weise heillos naiv. Sie neigen dazu, einen Aspekt des neuen Idols völlig zu ignorieren, der meiner Meinung nach aber der wichtigste ist: nämlich die offensichtliche und radikale Dummheit der Künstlichen Intelligenz.

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