Koalitionsausschuss: In der Klingbeil-WG weiterhin „viel Lärm um nichts“

vor 3 Monaten

Koalitionsausschuss: In der Klingbeil-WG weiterhin „viel Lärm um nichts“
Bildquelle: Tichys Einblick

Nach der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil tagte der Koalitionsausschuss. Merz äußerte heute Morgen in der Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Bundesregierung völlig unbeschadet dieser Diskussion der letzten Woche gut weiterarbeiten. Das, was mir nicht gefallen hat, war die öffentliche Diskussion. Deswegen habe ich darum gebeten, dass sie aufhört, und wir haben sie am Wochenende beendet.“

Als geduldeter Bewohner der Regierungs-WG Klingbeil hatte Merz am Freitag auch nicht Klingbeil, sondern einseitig seine Parteifreundin Katherina Reiche öffentlich kritisiert, obwohl er die „öffentliche Diskussion“ gutsozialdemokratisch öffentlich mitbefeuert und damit den alten Spruch aktualisiert hat, wonach die Steigerung von Parteifeind Parteifreund ist bzw., dass wer Freunde wie Friedrich Merz hat, keine Feinde braucht.

Die Regierungs-WG Klingbeil, die Merz, Bas, Söder und natürlich Lars Klingbeil bewohnen, hat die Ergebnisse ihrer Verhandlungen heute Morgen präsentiert, die man mit Shakespeare als „viel Lärm um nichts“ zusammenfassen kann und dort, wo etwas vereinbart wurde, die Handschrift der SPD trägt – ist ja auch ihre WG. Hauptthemen waren nicht so sehr Inhalte, sondern eher, gutes Einvernehmen zu demonstrieren, über die böse Welt zu klagen und natürlich sich wie Bolle über den Wahlausgang in Ungarn zu freuen. Es scheint, als habe der Brüssler Feudalabsolutismus von Neu-Versailles gesiegt.

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