Es wird ernst für Krypto-Anleger. Nachdem Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereits im Juli angekündigt hatte, Gewinne aus Krypto-Anlagen künftig stärker besteuern zu wollen (mehr dazu hier), hat er nun einen Gesetzentwurf zur Reform der Besteuerung von Kryptowerten vorgelegt. Demnach sollen Gewinne aus Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen künftig als Einkünfte aus Kapitalvermögen gelten und mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 Prozent) belegt werden – unabhängig davon, wie lange die Coins beziehungsweise Tokens gehalten wurden.
Bisher waren Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen in Deutschland nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Es war egal, wie hoch der Gewinn ausfiel. Wer innerhalb eines Jahres verkaufte, zahlte seinen persönlichen Einkommensteuersatz.
Wie stark die Steuerreform Krypto-Anleger zusätzlich belasten würde, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Wer mit einer Krypto-Anlage nach mehr als einem Jahr Haltedauer einen Gewinn von 100.000 Euro erzielt, zahlt darauf bislang keinerlei Steuern. Nach dem neuen Entwurf würden hingegen 26.375 Euro inklusive Solidaritätszuschlag an den Fiskus fließen.
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