Abschied mit wenig Würde: Tschö mit Ö, Kevin Kühnert

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Abschied mit wenig Würde: Tschö mit Ö, Kevin Kühnert
Bildquelle: Tichys Einblick

35 Jahre und schon Frührentner. Kevin Kühnert hat sich aus der Politik verabschiedet. An diesem Dienstag hielt er seine vorerst letzte Rede im Bundestag. Er hat eine rasante Karriere hinter sich: vom frechen Juso-Vorsitzenden mit den abgedreht linken Vorschlägen über den Talkshow-König bis hin zum Generalsekretär der Partei Willy Brandts. Und wieder zurück. Nachdem er Kanzler Olaf Scholz einmal zu oft kritisiert hatte, musste Kühnert zurücktreten – also weil er krank ist, offiziell.

Nun lässt ihn die SPD in der letzten Debatte des Bundestages noch einmal sprechen. Nicht als Erstes – da kommt Scholz. Auch nicht als Zweites – da ist Lars Klingbeil dran, der an Kühnert in der Parteihierarchie locker vorbeigezogen ist. Kühnert muss warten – bis zum Schluss. Zu der Zeit, als schon die vielen Fraktionslosen des Bundestages dran sind.

Noch vor Künast ist Parteifreundin Lina Seitzl an der Reihe. Und Axel Schäfer. Der saß über 20 Jahre im Bundestag. Damit jemand das merkt, legte sich Schäfer ein Erkennungszeichen zu: einen roten Schal. Rot, weil er bei der SPD ist und deren Farbe ja Rot ist. Verstanden? Riesengag. Schäfers Rede zeigte noch einmal, dass er eine kaum zu schließende Lücke hinterlässt. Es sei denn, jemand anderes kauft sich einen roten Schal. Dann wäre die Lücke natürlich perfekt geschlossen.

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