„Kanzlertausch“: Ex-Ministerpräsident Roland Koch leugnet eine Debatte, die aus der Unzufriedenheit der Unionsbasis kommt

vor etwa 2 Monaten

„Kanzlertausch“: Ex-Ministerpräsident Roland Koch leugnet eine Debatte, die aus der Unzufriedenheit der Unionsbasis kommt
Bildquelle: NiUS

Brandbekämpfung misslungen. Hessens früherer Ministerpräsident Roland Koch war lange Zeit einer der engsten Berater und Vertrauten von Kanzler Friedrich Merz (beide CDU). Inzwischen ist das Verhältnis – wie bei vielen politischen Unterstützern des Kanzlers – deutlich abgekühlt. Am Donnerstagabend versuchte Koch bei „Markus Lanz“ erkennbar, die Debatte über einen möglichen „Kanzlertausch“ (NIUS berichtete zuerst am 24. April) auszutreten und als Medienspektakel umzudeuten.

Eine pflichtgemäße Verteidigung, die weder zutrifft noch verfangen kann, weil auch Koch sich dann doch nicht so weit verbiegen wollte, die wahren Hintergründe zu verschweigen oder zu beschönigen. Aber der Reihe nach.

Auf die Frage von Lanz, „was der Putsch gegen Friedrich Merz eigentlich macht“, sagte Koch ohne Zögern: „Er ist Unsinn!“ Markige Ansage, allerdings war von Putsch auch nie die Rede. Der einzige, der einen Putsch durch NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) wittert, ist Friedrich Merz ausweislich seines Konters („wüste Spekulationen“) selbst.

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