Eine Ode an die deutsche Sprache voller Witz und Eleganz

vor 6 Monaten

Eine Ode an die deutsche Sprache voller Witz und Eleganz
Bildquelle: Tichys Einblick

Unsere Sprache gerät unter Druck. Weil deutsch ja bekanntlich nazi ist. Weil englische Brocken dich so weltläufig machen, auch wenn du geistig noch nie Gießen verlassen hast, die Stadt an der Spitze der Dümmelskala der rotgrünen Kleingeister.

Und dann diese Schlamperei. Halbverstandene Anglizismen bleiben unscharf und überspielen damit die Denkfaulheit, die man für den treffgenauen Begriff überwinden muss. Und dann ist da die offenkundige Verrohung durch Kanak-Deutsch, womit gleich mehrere Fettnäpfchen zum Hineintreten einladen: Wir sind neuerdings umstellt von Un-Wörtern, die jeden, der sie verwendet in das Sibirien der gesellschaftlichen Isolation verbannen. Dabei ist Kanak-Deutsch der Beweis dafür, wie treffgenau die deutsche Sprache durch ihre Kombinationsfähigkeit ist – und wie lautmalerisch sie das guturale Halbdeutsch unserer Goldstücke ins Sprachbild setzt.

Das ist neu. „Wortkunstwerke“ nennt der Autor das. Und verführt dazu, sich auf die Suche zu begeben. „Bei einer bewußten Wahl der Wörter geht es um das treffende Wort, mit dem wir einen Gedanken, ein Gefühl, einen Sachverhalt, eine Vorstellung in einem Begriff bündeln und genau benennen, sodass der andere uns versteht.“ Und so begibt man sich auf die Suche, ob es Empfindsamkeit trifft oder Einfühlsamkeit, Zartgefühl oder Feingefühl. Ja, was denn nun?

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