„Wir können nicht apathisch auf den Untergang warten“ – so attackiert Juso-Chef Philipp Türmer die SPD-Spitze. Im Interview mit der „Zeit“ warnt der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation die Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas auch vor einer „Quasi-Revolution“ in der Fraktion.
Die Partei müsse endlich zeigen, „dass sich etwas ändern wird“, fordert der Vorsitzende der jungen Sozialdemokraten. Die Wähler würden der SPD „seit Jahren in Scharen davonlaufen“. Bei aktuellen Umfragewerten von nur noch zwölf Prozent sei ein „Weiter wie bisher“ inakzeptabel.
Die Nervosität der Jusos ist durchaus verständlich: Nach dem enttäuschenden Ergebnis von 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl 2017 schien 2021 mit 25,7 Prozent unter Olaf Scholz ein Wiedererstarken möglich. Doch der Höhenflug war rasch beendet: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 stürzte die Partei auf historische 16,4 Prozent ab – das war ihr schlechtestes Ergebnis seit langem. Seither setzt sich der Sinkflug fort. In aktuellen Sonntagsfragen von Instituten wie Infratest dimap, Forsa und Ipsos pendelt die SPD zwischen 11 und 13 Prozent, während die AfD bei 21 bis 27 Prozent auf Platz 1 liegt, und die Union immerhin noch 23 Prozent schafft.
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