Jens Spahn: Showdown um Zwölf Uhr Mittags

vor 8 Monaten

Jens Spahn: Showdown um Zwölf Uhr Mittags
Bildquelle: Tichys Einblick

Fernsehen ist dieser Tage langweilig geworden. Wokeness statt Spannung bestimmt das Programm. Spannung gibt es nur noch in Ü-Eiern und im Bundestag, wenn dort die beliebte Serie läuft: „Die Showdowns des unglaublich untalentierten Jens Spahn“. Die Serie zeigt am Freitag das Finale ihrer fünften Staffel. Dieses Mal geht es um das Thema Rentenpaket, das Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit der SPD ausgehandelt hat. Gegen „Zwölf Uhr mittags“ soll der Bundestag darüber abstimmen. Es sei denn, es läuft wie bei Einwanderung, Kanzlerwahl, Einwanderung II und Richterinnenwahl – und CDU-CSU zeigen, dass sie mit der SPD eigentlich keine Mehrheit haben. Aufgezeichnet vor Live-Publikum.

Zwölf Stimmen haben CDU, CSU und SPD im Bundestag über den Durst. Elf Abweichler oder weniger könnte sich die Koalition also erlauben. Vielleicht sogar mehr, wenn Abgeordnete der Grünen und Linken im Sinne des Erhalts der „Brandmauer“ der namentlichen Abstimmung am Freitag fernbleiben. Spahn hat jetzt also leichtes Spiel von Dienstag bis Freitag die verbleibenden Abweichler davon zu überzeugen, dass ihr Widerstand a) keinen Sinn mehr macht und b) ihre Karriere gefährdet. Zumal Merz für die Debatte am Freitag schon mal im Stil von Walter Ulbricht droht: „Ich sehe genau, wer nicht klatscht.“ Wobei man fair bleiben muss: So plump wie Friedrich Merz war Walter Ulbricht nie.

Dass die ganze Welt weiß, wie plump Friedrich Merz den „jungen Abgeordneten“ gedroht hat, ist ein weiterer wichtiger Handlungsstrang der Serie „Die Showdowns des unglaublich untalentierten Jens Spahn“. Denn Journalisten protokollierten die interne Sitzung auf X, als säßen sie daneben. Geheimhaltung – ein Zeichen für Solidität und Solidarität – gibt es unter dem Fraktionsvorsitzenden Spahn nicht mehr. Das erinnert an die Zeit vor der ruinösen Niederlage in der Wahl 2021. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: 2021 haben sich die Christdemokraten noch bürgerlichen Journalisten anvertraut – 2025 lassen sie linke Journalisten mitwissen. Der lange Marsch nach Links unter der Führung des Genossen Friedrich Merz schreitet voran.

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