Es gibt Politiker, die einer klassischen Religion angehören. Und wenn sie echt religiös sind, dann können sie gar nicht anders, als manche ihrer religiös-ethischen Einstellungen in die Politik einzubringen:
Religion, die als Herzensbindung Einfluss auf den ganzen Menschen haben kann, kann niemals nur Privatsache sein. Eine radikale Trennung von Staat und Religion ist in einer Demokratie, in der für Politiker die Religionsfreiheit gilt, nicht möglich.
Hinzu kommt, dass es unzählige Politiker gibt, die säkular-religiöse Weltanschauungen vertreten. Nehmen wir nur etwa die „John-Lennon-Imagine-Religion“, die unter schwarz-rot-grünen Politikern weit verbreitet ist.
Diese „Imagine-Religion“ tut zwar auf der einen Seite so, als würde sie „Religion“ ablehnen: „Imagine there’s no heaven (…) and no religion too“ = „Stell dir vor, es gibt keinen Himmel (…) und auch keine Religion“.
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