Den Satz „Not macht erfinderisch“ gibt es seit Menschengedenken. Der Ukraine blieb gar keine andere Wahl als entweder die weiße Flagge zu hissen, oder alle verfügbaren Kräfte im Abwehrkampf zu bündeln. Reichhaltiges Wissen von Ingenieuren und Kenntnisse von ausgebildeten Facharbeitern war und ist in deren Luftfahrtindustrie, einst von Weltrang (Antonow), vorhanden.
Zeit und Ressourcen für die Entwicklung aufwendiger Waffensysteme gab es aber nicht, es mussten rasche und aufwandsarme Lösungen her. Unter dem gewaltigen Druck der russischen Invasion stellten sich in erstaunlich kurzer Zeit Fortschritte ein. Billige Baumarktdrohnen wurden in einem ersten Schritt mit Kameras für Aufklärungszwecke ausgerüstet. Der zweite Schritt mit abwerfbaren Handgranaten und Sprengstoffpaketen ließ nicht lange auf sich warten. Der Drohnenkrieg nahm eine stürmische Entwicklung. Inzwischen ist es auch für Fachleute schwierig geworden, nicht den Überblick zu verlieren.
Insgesamt ist festzustellen, dass sich der Ukrainekrieg zu einem Motor für Innovationen im Bereich der Waffentechnik wie auch verwandten Gebieten entwickelt hat. Um Elite-Kampfverbände der ukrainischen Armee (z. B. 3. Angriffsbrigade) haben sich mit staatlichen Mitteln geförderte Entwicklungsbiotope herausgebildet. Auch Startups kooperieren eng mit Industrie und Militär: Entwickler sind vor Ort, Neuerungen werden in der oft brutalen Wirklichkeit um die Ecke getestet, Rückmeldeschleifen funktionieren ohne Militärbürokratie. Ergebnisse inspirieren zur raschen Umsetzung von Innovationen in die Praxis auf dem Gefechtsfeld. Diese Entwicklungslabore mit quasi angeschlossenem Kampfeinsatz sorgen für Tempo und rasanten Fortschritt.
Aus einem unübersichtlichen Feld mit großen Entwicklungssprüngen einige prägnante Beispiele:
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










