Wenn mehr Speiseeis verkauft wird, steigt die Zahl an Sonnenbränden. Das ist so ein Beispiel, das auch für Schüler und Studenten konkret nachvollziehbar macht, dass eine Korrelation keine Kausalität ist. Denn Eiskonsum dürfte kaum zu einer entzündlichen Hautreizung führen – beides häuft sich nur zufällig, wenn die Sommersonne scheint.
Aber manchmal brauchen anscheinend auch gestandene Forscher eine Erinnerung an solche grundlegenden Sätze der Wissenstheorie. Das Münchner Ifo-Institut hatte einmal einen Ruf als unbestechlicher Beobachter des deutschen Wirtschaftslebens, was wohl insbesondere mit seinem langjährigen Direktor Hans-Werner Sinn zu tun hatte. Aber seit einiger Zeit sinkt die Qualität der erstellten Studien merklich, und dies umso mehr, je stärker sie ins Politische ausgreifen.
Vor allem bei einem Thema scheinen die Ifo-Leute schwach zu werden: Wo es um die höhere Kriminalität von Ausländern geht, die aus vielen Pressekonferenzen von Innenministern, Landeskriminalämtern und des BKA hervorgeht, da wacht ein bestimmter Widerspruchsgeist in dem Institut auf. Es soll offenbar nicht so sein, vielleicht weil es nicht sein darf und sich mit einer Linie der Befürwortung unbeschränkter Zuwanderung beißt. Da setzt dann das Denken aus oder es wird nach Belieben angekurbelt, Zahlen und Graphiken werden neu interpretiert, was das Zeug hält.
Im letzten Februar kam so eine Studie des Instituts heraus, die von der scheinbaren Verdünnung der Ausländerkriminalität in „deutschen“ Kriminalitäts-Hotspots sprach. Fazit: Die höhere Kriminalität von Ausländern liegt nicht an den Ausländern, sondern an ihrem speziellen Wohnort. Hanebüchener geht es kaum – dachte man.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










