Hunderte Stellen bei Traditionsfirma WMF bedroht

vor 8 Monaten

Hunderte Stellen bei Traditionsfirma WMF bedroht
Bildquelle: Apollo News

WMF ist eines der traditionsreichsten Unternehmen im Bereich Haushaltswaren und zählt zu den großen, etablierten Firmen seiner Branche. Doch der Konzern, der seinen Sitz in Geislingen, Baden-Württemberg, hat, steht seit Jahren unter Druck. Der Vorstand ist unter Zugzwang, der in der Vergangenheit bereits zu Filialschließungen, Stellenabbau und Straffungen des Sortiments geführt hat. Große Teile der Produktion wurden in den letzten Jahren ins Ausland verlagert: Teile des Sortiments werden inzwischen in China gefertigt, während die Kochgeschirrfertigung nach Frankreich und Italien und die Hotelfertigung nach Tschechien verlagert wurden.

Die Geschäftsführung der WMF Shared Service GmbH sieht sich nun gezwungen, die Tarifbindung zum Jahresende zu kündigen. Auch weitere Tarifgespräche wurden abgesagt. Durch den Ausstieg aus dem Tarifvertrag will das Unternehmen Personal- und Lohnkosten planbarer gestalten. Ein neues Entgeltsystem ohne Tarifbindung ist geplant; Lohnerhöhungen sollen dann vom Unternehmen entschieden werden. Auch die Arbeitszeit könnte auf bis zu 42 Stunden pro Woche inklusive Wochenendarbeit ausgeweitet werden.

Für den WMF-Betriebsratsvorsitzenden Metin Dogan wirken die Entwicklungen der letzten Jahre alarmierend. „Wir waren einmal eine große Firma. In den letzten zwei Jahren ist immer mehr abgebaut und umgeschichtet worden“, schilderte Dogan dem SWR.

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