Was hier heute Abend bei Caren Miosga aufgezogen wird, ist keine nüchterne Debatte über einen offenen Fall. Es ist der nächste Akt einer Kampagne, deren Fundament längst in Scherben liegt. Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen stehen weiter im Raum. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung – allerdings nicht mehr im Fernsehgericht. Dort wird anklage erhoben für ein Urteil das schon feststeht. Gleichzeitig ist das Verfahren in Deutschland gegen ihn zunächst an fehlender Mitwirkung von Fernandes gescheitert, in Spanien wurde das Verfahren nach Angaben seiner Anwälte ausgesetzt, gegen die Spiegel Berichterstattung wird juristisch vorgegangen, und die Deepfake-Schiene, mit der die Empörungsmaschine zuerst heiß lief, wird von Ulmens Seite ausdrücklich bestritten.
Mit anderen Worten: Das Ganze sackt immer schneller in sich zusammen wie ein missratenes Soufflé. Nur interessiert das die politische Verwertungsindustrie kein bisschen.
Später hieß es dann, es gebe eine „Ergänzung zur Gästebesetzung“. Es wurde also nachträglich noch eine weitere Teilnehmerin aufgenommen. Nur einer durfte offenkundig gerade nicht mit hinein: der Anwalt von Christian Ulmen. Widerspruch in diesem politmedialen Safe Space / Echokammer: unerwünscht.
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