Da war er wieder. Frisch aus dem mehrfach unterbrochenen Sommerurlaub zurück, sprang Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstagnachmittag mit einem sportlichen Schritt auf die Bühne des Parteitags der CDU-Niedersachsen in der Osnabrückhalle. Mit ihm waren auch der Wahlkampf-Kanzler, der Beschwörungs- und Rhetorikkanzler und der freundliche Herrenreiter angereist, der Partnern und politischer Konkurrenz gern mal jovial über den Kopf streicht.
„Wenn die SPD die Kraft besitzt, migrationskritisch zu werden und industriefreundlich zu werden, dann hat diese Partei auch eine Chance, in der Regierung Tritt zu fassen, mitzumachen und die Reformen dieses Landes in die richtige Richtung, auf den richtigen Weg zu bringen. Ich wünsche mir das.“ Die Genossen werden es zu schätzen wissen, wenn ihnen der Kanzler Tipps gibt, wie sie sich verändern müssen, um „in der Regierung Tritt zu fassen“ und gewissermaßen mit den Erwachsenen am Tisch sitzen zu dürfen.
Für seine Rede bekam Friedrich Merz (l) Standing Ovations, auch von Sebastian Lechner, CDU-Chef in Niedersachsen
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