Die deutschen Bischöfe haben am Dienstag im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.
Wilmer gehört der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester an. 2015 wurde er zum Generaloberen der Gemeinschaft gewählt, nachdem er seit 2007 Leiter der deutschen Ordensprovinz war. 2018 trat er in Hildesheim die Nachfolge von Bischof Norbert Trelle an. Nun folgt er dem Limburger Bischof Georg Bätzing im Amt des DBK-Vorsitzenden nach.
Seine erste Stellungnahme als DBK-Vorsitzender eröffnete Wilmer mit dem Eingangsvers des Gloria, das dem Lukasevangelium entnommen ist: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade“. Aus diesen Worten gehe eine „doppelte Bewegung“ hervor, die einerseits Gott, andererseits den Menschen in den Blick nehme. Wilmer bezeichnete diesen Vers als seinen „Kompass“.
Wiederholt betonte er, dass Gott im Zentrum stehen müsse, um von dieser Mitte aus in die Welt hinein zu wirken. Ihn ins Zentrum zu stellen betrachte er als Hauptaufgabe.
Als politische Herausforderung benannte Wilmer unter anderem die Notwendigkeit eines auf Gerechtigkeit basierenden Friedens in der Ukraine. Als innerkirchliche Aufgabe thematisierte er die Weiterführung der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche und betonte, dass die Stimme der Betroffenen gehört werden müsse. Alle Aufmerksamkeit habe den „Menschen mit verwundeten Herzen“ zu gelten. Befragt nach seiner Haltung zu einem Weiheamt für Frauen, zu dem er sich bereits an anderer Stelle ablehnend – und im Sinne des Lehramts – geäußert hatte, wich Wilmer aus.
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