Eine Demonstration in Brüssel, die sich gegen eine Bildungsreform der Regierung richtete und zunächst friedlich verlief, wurde nach kurzer Zeit von überwiegend migrantischen Gruppen gekapert und endete in heftigen Ausschreitungen mit der Polizei. Bushaltestellen wurden zerstört, Leihräder angezündet und Geschäfte attackiert. Die Polizei, die selbst von dem Ausmaß der Ausschreitungen überrascht wurde, musste unter anderem Tränengas und Wasserwerfer einsetzen.
Lehrer, Schüler und Gewerkschaften demonstrierten am Donnerstagmittag zunächst friedlich gegen eine geplante Reform des Bildungswesens – bis zu 3000 Personen waren aus dem ganzen Land in die Hauptstadt gereist, um ihrem Unmut Gehör zu verschaffen. Unter anderem soll nämlich die Unterrichtszeit für Lehrer um zwei Stunden pro Woche bei gleichem Gehalt angehoben werden. Damit will die Regierung in den kommenden vier Jahren bis zu 500 Millionen Euro einsparen.
Doch die Lage eskalierte bereits nach kurzer Zeit, denn junge Gruppen aus überwiegend migrantischen Milieus nutzten den Protest, um Randale zu stiften. In Aufnahmen auf X ist zu sehen, wie Vermummte Leihräder in Flammen setzten, Bushaltestellen demolierten und Barrikaden auf den Straßen errichteten.
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