Wintereinbruch: Pause bei der Weltenrettung

vor 6 Monaten

Wintereinbruch: Pause bei der Weltenrettung
Bildquelle: Tichys Einblick

Völlig überraschend ist etwas eingetreten, dass es gar nicht mehr geben dürfte. Nach Jahren der Rekordmeldungen von immer neuesten wärmsten Monaten seit Menschengedenken kam der Winter zurück. Und das im Winter.

In Hamburg war bisher der Einsatz von Streusalz strengstens verboten. Jetzt darf plötzlich wieder Streusalz verwendet werden. Natürlich nur befristet. Genau gesagt, es ist so lange erlaubt, bis man es nicht mehr braucht. In Berlin hingegen bleibt das Salz tabu. Nicht etwa, weil Eis dort weniger glatt wäre, sondern weil sich die eigene Gesetzgebung als resistenter als die Wirklichkeit erwiesen hat. Ausnahmen sind dort nicht erlaubt.

Berlin geht noch einen Schritt weiter. Dort wollte man ebenfalls helfen, durfte aber nicht. Man scheiterte an sich selbst. Die Gesetze lassen keine Ausnahme zu, sagt der Senat. Punkt. Das ist Berliner Realsatire. Wenn -14 Grad angekündigt sind, Wege spiegelglatt und Anwohner zugleich räumpflichtig und sanktionsbedroht sind, dann wird das Recht zur Farce. Split statt Salz – und wenn dann doch jemand stürzt: Haftung bis 10.000 Euro. Das nennt man effiziente Verantwortungsverschiebung. Da macht dem Berliner Senat niemand etwas vor.

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