GIZ: die woke Zentrale der deutschen Außenpolitik

vor etwa 1 Monat

GIZ: die woke Zentrale der deutschen Außenpolitik
Bildquelle: Tichys Einblick

Eben gerade ist bei Markus Lanz im ZDF etwas ungewöhnlich Lustiges passiert. Der Moderator hat den früheren Präsidenten von Botswana zitiert. Mokgweetsi Masisi heißt der Mann, und er kritisiert Deutschlands Außenpolitik so: „Vielleicht hätte sich Frau Baerbock darauf konzentrieren sollen, ihre Arbeit in der deutschen Diplomatie zu erledigen, statt zu versuchen, Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten zu bauen haben und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollten.“

Prompt hat Studiogast Andreas Audretsch fast einen Herzanfall bekommen. Mit sichtlich erhöhtem Puls empörte sich der stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Baerbock habe „nie irgendwo darauf rekurriert, zu sagen, wie in Ländern die Bauten von Dörfern passieren sollen“.

Da ließ Lanz kaltlächelnd einen Clip einspielen, in dem Frau Baerbock genau das tut: Sie doziert darüber, wo nigerianische Dörfer ihre Toilettenhäuschen aufstellen sollen.

So sieht das halt aus, wenn politische Minderleister Belehrungsfuror mit Außenpolitik verwechseln.

Die „Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit“ (GIZ) ist formalrechtlich eine GmbH. Alleiniger Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland. Es handelt sich also um eine Staatsagentur.

Folgerichtig ist ihr Chef ein Ex-Politiker, der von seiner Partei ausgeschwitzt wurde und nun in der Agentur mit einem höchst kommoden Vorstandssprecher-Gehalt endgelagert wird. Thorsten Schäfer-Gümbel heißt er und war für die SPD mal ein durchaus erfolgloser Partei- und Fraktionsvorsitzender in Hessen.

Deutschland macht traditionell Außenpolitik mit dem Scheckbuch. Das ist seit den Zeiten des seligen Hans-Dietrich Genscher so, die Älteren erinnern sich. Bis heute hat sich das nicht geändert.

Irgendwer muss das Geld konkret verteilen. Das tut seit ein paar Jahren maßgeblich die GIZ. Die GIZ hatte 2024 einen Umsatz in Höhe von fast vier Milliarden Euro.

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