Wieder einmal rollt eine Gewaltwelle durch Deutschland, und wieder einmal bleibt den Beobachtern nichts als Fassungslosigkeit:
Am 29. Januar wird in Hamburg die 18-jährige Fatemeh von einem Südsudanesen in den Tod gerissen, der sie packt und mit ihr vor einen einfahrenden Zug springt. Einen Tag zuvor wird in Dormagen die Leiche des 14-jährigen Yousef gefunden. Tatverdächtig: Ein 12-jähriger Junge, der die Tat geplant haben soll.
Am 31. Januar wird Fabrice in Köln totgeschlagen – er hatte eine Fahrt mit Uber bestellt, aber das falsche Fahrzeug angehalten. Der Mann der Fahrerin schlägt den 20-Jährigen zu Boden, der nur einen Tag später im Krankenhaus seinen Verletzungen erliegt. Der mutmaßliche Täter ist auf freiem Fuß. Gegen ihn wird lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.
An dem Tag, an dem Fabrice stirbt, wird in Rheinland-Pfalz der Schaffner Serkan C. attackiert: Während einer Ticketkontrolle rastet ein Fahrgast aus und verletzt den alleinerziehenden zweifachen Vater so schwer, dass er an einer Hirnblutung verstirbt. Die beiden Söhne Serkan C.s müssen nun ohne Vater aufwachsen, der Vater des Getöteten erlitt einen Herzinfarkt und musste operiert werden. Als Tatverdächtiger wird ein Mann mit Wohnsitz in Luxemburg festgenommen, der über einen griechischen Pass verfügt.
Am 3. Februar trifft es wieder Hamburg: Am Bahnhof Dammtor prügelt ein Mann auf einen Bahnmitarbeiter ein. Dieses Mal geht es für das Opfer glimpflicher aus: Es bleibt „nur“ bei Verletzungen an Kopf und Oberkörper.
Die Welt zitiert zu diesem Fall einen Kriminologen, der sich die Brutalität nicht erklären kann: Es handle sich um eine „völlig unübliche Eskalation“, die von außen betrachtet nicht nachvollziehbar sei.
Nun – so unüblich ist diese Eskalation eben nicht. In vielen Teilen der Welt ist sie sogar an der Tagesordnung. Es gibt Gründe dafür, warum es in Deutschland nicht zugeht wie in Somalia, Syrien oder Mexiko. Aber hierzulande will man nicht begreifen, dass Sicherheit und Friede keine Naturgesetze sind.
Ob es Kassandra mit Genugtuung erfüllt hat, als sie ihre Heimatstadt Troja in Trümmern liegen sah, obwohl sie ihre Landsleute verzweifelt gewarnt hatte? Wohl kaum.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










