Geistiger Vandalismus: Verunstaltung des Weihnachtsfests

vor 7 Monaten

Geistiger Vandalismus: Verunstaltung des Weihnachtsfests
Bildquelle: Tichys Einblick

Während die Weihnachtsfestlichkeiten für praktizierende Christen noch bis Januar andauern, ist das „Fest der Liebe“ für den Großteil der deutschen Bürger bereits erledigt – für sie standen Tannenbaum, Familie und natürlich das üppige Weihnachtsmenü im Mittelpunkt. Länger als bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag hält da kaum jemand durch.

Ein schmales Zeitfenster also, das christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zur Verfügung steht, um zu vermitteln, was da eigentlich gefeiert wird: Was ist die Ursache des Lichtes, der Wärme und Heimeligkeit, die dieses Fest ausstrahlen soll?

Die Chancen, Menschen zu erreichen, stünden gar nicht schlecht. Zum einen ist Weihnachten oft verbunden mit Vorweihnachtsstress und überfordernder Zwangseintracht. Irgendwas stimmt da nicht. Aber was? Wäre da womöglich ein Blick auf das, was Weihnachten tatsächlich bedeutet, hilfreich? Ergäben sich aus der christlichen Lesart des Festes womöglich Auswege, um Konsumdruck und Pseudoharmonie zu entgehen?

Zum andern weisen viele von Nichtgläubigen mitgetragene Bräuche ungezwungen auf den religiösen Charakter und Sinn des Christfestes hin. Kerzenschein, Adventskalender, Weihnachtslieder; die Krippendarstellungen, die es sogar in die Schaufenster von Konsumtempeln schaffen, weil es so ganz ohne Ochs und Esel doch nicht geht.

Und irgendwie haben viele Menschen ein Gespür dafür, dass in der heiligen Nacht die Grenze zwischen Himmel und Erde durchlässig wird, dass sich die Transzendenz erahnen lässt: Trotz mangelnder kirchlicher Bindung suchen sie den Gottesdienst. „U-Boot“-Christen werden sie von manchen praktizierenden Christen ein wenig spöttisch genannt, weil sie nur an Weihnachten plötzlich auftauchen – aber wie jeder andere Getaufte (und Ungetaufte) haben sie ein Anrecht darauf, von der Kirche geistlich versorgt zu werden, wenn sie sich an diese Institution wenden.

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