Gefahr für Öl und Handel: Huthi erobern weitere Gebiete

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Gefahr für Öl und Handel: Huthi erobern weitere Gebiete
Bildquelle: NiUS

Die vom Iran gestützte Huthi-Miliz hat innerhalb weniger Tage den zuletzt noch von der Regierung gehaltenen Teil der jemenitischen Rotmeerküste und mehrere Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen. Regierungstruppen zogen sich nach Kämpfen an mehreren Abschnitten zurück, an manchen Stellen fast ohne Gegenwehr. Damit gewinnt Teheran neben der Straße von Hormus zusätzlichen Einfluss am südlichen Tor zum Suezkanal. Für den Ölhandel, für Israel und am Ende auch für die Preise in Deutschland kann das unmittelbare Folgen haben.

Seit 2004 bekämpfen sich die Huthi und die international anerkannte Regierung des Jemen. Aus lokalen Gefechten im Norden entwickelte sich ein Bürgerkrieg, der das Land zerstört und seit Jahren in die Konfrontation zwischen Iran und Saudi-Arabien hineingezogen hat. In dieser Woche kam es zu mehreren Entwicklungen, die auch Auswirkungen auf Deutschland haben.

Am Donnerstag fiel die Hafenstadt Mokka an der Rotmeerküste, der letzte größere Hafen der Regierung an diesem Küstenabschnitt. Der wichtigste Rotmeerhafen Hodeida steht bereits seit Jahren unter Huthi-Kontrolle. Kurz darauf nahm die Miliz weitere Küstenorte sowie Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab ein, dem sogenannten Tor der Tränen, dem südlichen Eingang zum Roten Meer und zum Suezkanal. Dazu zählen nach Angaben jemenitischer Regierungsquellen unter anderem Perim (Mayyun), Zuqar und die Hanish-Inseln. Damit kontrollieren die vom Iran gestützten Huthi nun die gesamte jemenitische Küste an dieser Schifffahrtsader.

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