Das Bundeskriminalamt (BKA) führt aktuell 575 Personen als Gefährder, die potenziell politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen könnten. Den größten Anteil stellen mit 458 Personen (rund 80 Prozent) Gefährder aus dem Bereich „religiöse Ideologie“, überwiegend Islamisten. Dies berichtet Welt unter Berufung auf das BKA.
Neben den 458 islamistischen Gefährdern zählt das BKA 74 Rechtsextremisten (Zahl stabil) und zehn Linksextremisten (Rückgang von 13 im August 2024). 13 Personen fallen unter „ausländische Ideologie“, 20 unter „sonstige Zuordnung“. Insgesamt ist die Zahl der Gefährder leicht gesunken; Anfang 2023 waren es noch 608.
Im Vergleich zu August 2024 (472 Islamisten) ist die Zahl zwar leicht rückläufig, dennoch bleibe die Bedrohung, so Welt, hoch. Der Verfassungsschutz warnt im aktuellen Jahresbericht vor einer dynamischen islamistischen Szene, angeheizt durch den Nahost-Konflikt. „Islamistische Propaganda fördert nicht nur antisemitisches Gedankengut, sie fordert auch oftmals direkt dazu auf, diesen Gedanken konkrete Taten folgen zu lassen“, heißt es im Bericht. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden in Europa mehrere Terroranschläge verübt, deren Täter sich auf den Nahost-Konflikt beriefen, was die Wirkung der Propaganda unterstreicht. Zuletzt nahm die Polizei am Dienstag in Berlin-Neukölln einen Mann fest, der an einem Waffentraining der Hisbollah im Libanon teilgenommen haben soll.
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