Langzeitstudie: Medizinische Transition senkt psychische Belastung bei Jugendlichen nicht

vor 4 Monaten

Langzeitstudie: Medizinische Transition senkt psychische Belastung bei Jugendlichen nicht
Bildquelle: Tichys Einblick

Die politische Erzählung war lange bequem, moralisch aufgeladen und gegen Kritik abgeschirmt. Wer Zweifel anmeldete, wurde und wird als rückständig oder gleich als Feind markiert. Nun kommt ausgerechnet aus Finnland eine große Langzeitstudie, die den Kern dieser Erzählung frontal trifft. Die medizinische Transition von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 23 Jahren senkt den Bedarf an fachpsychiatrischer Versorgung nicht. In einem beträchtlichen Teil der Fälle steigt die psychiatrische Belastung sogar deutlich an.

Das Ergebnis ist verheerend für die politische Betriebsreligion der „geschlechtsbejahenden“ Medizin. Unter jenen, die eine medizinische Geschlechtsangleichung erhielten, also 38 Prozent der Kohorte, stieg der Anteil mit Bedarf an fachpsychiatrischer Behandlung stark an. Bei biologisch männlichen Jugendlichen, die eine feminisierende Behandlung suchten, sprang der Anteil von 9,8 Prozent vor der Überweisung auf 60,7 Prozent mindestens zwei Jahre danach. Bei biologisch weiblichen Jugendlichen, die eine Transition zum männlichen Geschlecht vornahmen, stieg er von 21,6 auf 54,5 Prozent.

Auch insgesamt lagen die an Gender-Dienste überwiesenen Jugendlichen weit über den Kontrollgruppen. Schon vor der Überweisung zeigten sie eine deutlich höhere psychiatrische Morbidität, 45,7 Prozent gegenüber 15,0 Prozent. Danach lag sie bei 61,7 Prozent gegenüber 14,6 Prozent. Selbst nach Bereinigung um die psychiatrische Vorgeschichte blieb das Risiko für spezialpsychiatrische Versorgung drei- bis fünfmal höher als bei den Altersgenossen. Die Autoren schreiben ausdrücklich, dass die psychiatrischen Bedürfnisse nach medizinischer Geschlechtsangleichung nicht abnehmen und die Eingriffe bei einigen Personen mit einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit verbunden zu sein scheinen.

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