Das Ottawa-Abkommen, in Kraft seit 1999, verbietet den Staaten, die es ratifiziert haben, die Herstellung, Lagerung und den Einsatz sogenannter Antipersonenminen, auch Landminen genannt. Hintergrund ist die Gefahr für Zivilisten, die von Landminen ausgehen, wenn sie nicht ordnungsgemäß verlegt und nach Ende eines militärischen Konflikts geräumt werden.
Denn leider kommt es durch unmarkierte Minenfelder immer wieder zu Unfällen, bei denen jedes Jahr mehrere Tausend Zivilisten verletzt oder getötet werden. Meist geschieht dies in Ländern, in denen die Minenfelder nicht markiert und auf Karten verzeichnet, sondern „wild“ verlegt wurden. Daher können sie nach Ende eines Konflikts nicht effektiv geräumt werden und verbleiben so jahrzehntelang eine Gefahr für Mensch und Natur. Aus diesem Grund ratifizierten 164 Staaten in den vergangenen Jahrzehnten das Ottawa-Abkommen, darunter Deutschland und alle anderen Mitgliedsstaaten der EU. Nicht ratifiziert wurde es hingegen von den USA, Russland sowie fast allen asiatischen Staaten, inklusive China und Indien.
Finnland trat dem Abkommen 2012 bei. Doch das Kriegsgeschehen in der Ukraine und die Sorge vor einer russischen Invasion Finnlands sorgen nun in der nordischen Nation für eine Neubewertung verteidigungspolitischer Positionen, auch in Bezug auf Landminen.
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