Kennen Sie noch Joschka Fischer, den früheren Straßenkämpfer der extremen Linken aus Frankfurt am Main? Er hat es trotz seiner militanten Vergangenheit zum „GröaZ“ (Grünen-Spott), dem „größten Außenminister aller Zeiten“ gebracht. Eine linksradikale oder gar linksextreme Vita ist im besten Deutschland aller Zeiten geradezu eine sichere Aufstiegsempfehlung. Doch wehe, demokratisch gewählte Volksvertreter sind im rechten Spektrum zu Hause.
Eigentlich müssten wir die Geschichten nicht noch einmal hervorkehren, wenn die Maßstäbe noch ausgewogen wären. Aber da sie völlig nach links freiheitsgefährend aus dem Ruder laufen, sind wir geradezu zum Erinnern verpflichtet.
Schließlich zählen heute selbst die Mittäter der Partei des Unterdrückungsapparates des SED-Regimes zu den sogenannten Demokraten. Gregor Gysi zum Beispiel ist so einer. Er wirkte in der DDR-Diktatur als hoher Nomenklaturkader des ZK der SED. Gysi war Vorsitzender des Kollegiums der Rechtsanwälte in Ost-Berlin und gleichzeitig Vorsitzender des Rates der Vorsitzenden der 15 Kollegien der Rechtsanwälte in der DDR.
Unter Kollegen galt er als „Minister“ der rund 530 DDR-Rechtsanwälte. Gysi wäre im Staatsapparat des SED-Regimes womöglich weiter aufgestiegen über das ZK, vielleicht sogar bis ins Politbüro – aber bestimmt nicht als Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte, sondern eher als Teil des Unterdrückungsapparates.
Doch eine Brandmauer gab es nach kurzer Beobachtung durch den Verfassungsschutz für die Rechtsnachfolger der SED alias PDS alias Die Linke nicht. Sie durften sogar schon 1994 einer rot-grünen Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt als Mehrheitsbeschaffer dienen und so wieder emsig mitregieren.
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