Am Dienstag waren die Gasspeicher in Deutschland nach Angaben der Betreiber nur noch zu rund 23 Prozent gefüllt. Ein so niedriger Füllstand ist selbst am Ende des Winters unüblich und trat zuletzt vor fast acht Jahren auf. Nicht einmal in der Energiekrise ab 2022, als Russland seine Gaslieferungen und Gaseinspeicherungen im Kontext des Überfalls auf die Ukraine schrittweise reduzierte, fielen die Füllstände so weit ab.
Sollte der März in diesem Jahr wieder so kalt werden wie damals 2018, geht der Erdgasverband BVEG von einer „echten Knappheit“ aus (Apollo News berichtete). 2018 unterschritt der Gesamtfüllstand die 23 Prozent am 4. März, gut zwei Wochen später als in diesem Jahr. Der Tiefststand von nur 14,1 Prozent wurde um den 3. April 2018 erreicht. Wieder über die 23 Prozent ging es dann am 7. Mai.
In den Daten des „Aggregated Gas Storage Inventory“ von Gas Infrastruktur Europa findet sich seit Beginn der Datenreihe 2011 nur ein einziges weiteres Jahr neben 2018, in dem die Marke von 23 Prozent jemals unterschritten wurde. Im Jahr 2013 lag der Füllstand vom 30. März bis zum 3. Mai meist unter 23 Prozent. Das Jahrestief von 17,8 Prozent wurde um den 12. April erreicht. Bis dahin sind es in diesem Jahr noch fast zwei Monate.
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