Verheerendes Erdbeben in Venezuela: Panik auf den Straßen

vor 29 Tagen

Verheerendes Erdbeben in Venezuela: Panik auf den Straßen
Bildquelle: Tichys Einblick

Gleich zwei heftige Erdbeben innerhalb weniger Sekunden haben in der Nacht auf Donnerstag (MEZ) weite Teile Venezuelas erschüttert und in der Hauptstadt sowie in Küstenregionen für schwere Zerstörungen gesorgt. Einem Beben der Magnitude 7,2 folgte nur etwa 40 Sekunden später ein noch stärkeres Hauptbeben der Stärke 7,5. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Yaracuy im Nordwesten des Landes, etwa 160 bis 170 Kilometer westlich von Caracas. Die Herdtiefe betrug nur 10 bis 20 Kilometer – ein Faktor, der die Erschütterungen besonders intensiv machte.

Die US-Geologiebehörde USGS stufte die Beben als „schweres seismisches Doublet“ ein und gab eine seltene rote Warnung heraus: Hohe Opferzahlen und weitreichende Schäden seien wahrscheinlich. Medien sprechen von zehntausenden Todesopfern, falls die Zerstörungen so gravierend ausfallen wie befürchtet. Bisher nannte die venezolanische Regierung noch keine genauen Opferzahlen. In den Bundesstaaten Falcón und anderen Regionen wurden Dutzende Verletzte gemeldet, mehrere Menschen gelten als vermisst oder sind noch unter den einegstürzten Wohnblocks verschüttet.

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez rief den landesweiten Notstand aus: Im TV sprach sie den betroffenen Familien ihr Beileid aus und appellierte an die Bevölkerung, ruhig zu bleiben und zusammenzuhalten. Sie bestätigte auch schwere Schäden am internationalen Flughafen von Caracas, der bereits geschlossen wurde. Auch der Metro- und Eisenbahnverkehr wurde eingestellt. Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello berichtete im Staatsfernsehen vom Einsturz mehrerer Wohn- und Bürogebäude in der Hauptstadt. Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und der Nationalgarde seien im Dauereinsatz, um Verschüttete zu bergen, berichtet der Guardian.

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